Autorität: Buch 2 der Southern Reach Triologie

Das zweite Buch der „Southern Reach“ Triologie von Jeff VanderMeer kann leider dem ersten Teil der Reihe nicht das Wasser reichen. Im ersten Buch ist alles ein großes Mysterium und man muss sich die Welt selbst zurechterklären. Dazu kommt der sperrige und verschrobene Schreibstil der alles noch unerklärlicher und fremder erscheinen lässt. Selbst die Hauptakteure haben keine Namen, sondern nur Funktionsbeschreibungen. Das stellt das eigene Leseerlebnis vor ganz neue Herausforderungen. Durch diese und noch einige andere Aspekte hebt sich „Auslöschung“ dadurch von der großen Masse an Romanen ab und es hätte meiner Ansicht nach gerne so weitergehen können.

Leider lässt der Autor viele dieser Eigenschaften im zweiten Buch fallen. Figuren haben plötzlich Namen. Southern Reach wird kühl und sachlich analysiert und nicht mehr direkt erlebt. Die Hauptfigur ist eine andere und leider ein eher blass gezeichneter Charakter, ganz anderes als die Biologin aus dem ersten Teil. Zu guter Letzt ändert der Autor auch noch den, von mir so viel gelobten, Schreibstil. War er in „Auslöschung“ noch sowas wie ein Alleinstellungsmerkmal, so schreibt der Autor jetzt wie viele andere eher klassisch, um nicht zu sagen, langweilig und uninspiriert vor sich hin.

Das zweite Buch ist nicht wirklich schlecht und hier und da besinnt sich der Autor an die „guten“ Eigenschaften vom ersten Teil, allerdings will zu keinem Zeitpunkt die gleiche Faszination und Spannung aufkommen. VanderMeer macht einen kompletten Wechsel der Perspektive und vielleicht möchte er das Ganze noch dadurch zusätzlich unterstreichen in dem er auch den Stil des Buches verändert. Mag ich mir das noch als Experiment einreden, so ist es, sollte es tatsächlich die Absicht des Autors gewesen sein, bei mir als gescheitert zu betrachten. Vielleicht bin ich auch einfach mit falschen Vorstellungen an das Buch herangegangen und konterkariere damit die Intentionen des Autors.

Ich setze meine Hoffnung auf Teil 3, „Akzeptanz“. Vielleicht holt mich Jeff VanderMeer dort wieder ab und zieht mich zurück in die faszinierende Welt von Southern Reach.

Heimatbrot

Mein neuestes Experiment ist eine Art Landbrot. Meist werden Land- oder auch Bauernbrote mit Sauerteig hergestellt, sagt sogar die Wikipedia. Da ich aber (zumindest aktuell) kein Fan von Sauerteig bin, habe ich nach Möglichkeiten mit Hefeteig gesucht. Ich habe ein paar Rezepte dazu gefunden und ein wenig herumexperimentiert. Herausgekommen ist das nachfolgende Rezept, das ich, weil es laut Definition kein Landbrot ist, einfach „Heimatbrot“ (Version 1.0) nenne. Außerdem ist es dadurch leichter von anderen Rezepten zu unterscheiden :).

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Kurz notiert: Baguette mit Poolish

Ich habe für das heutige Sonntagsfrühstück mal wieder Baguettes machen wollen. Dazu habe ich bereits am Freitagabend einen Poolish angesetzt und gestern den Hauptteig vorbereitet. Heute morgen ging das Ganze dann bei 250°C in den Ofen. Herausgekommen sind zwei knusprige und leckere Baguette-Stangen.

Ich werde das Rezept noch etwas verfeinern, jeden einzelnen Schritt dokumentieren und dann, wie gewohnt, hier veröffentlichen.

Cheers!

Steinmühlenbrot

Brot ist auf den ersten Blick ein ganz anderes Level (da kommt der Gamer durch) als Brötchen. Das soll nicht heißen das gute Brötchen einfach und schnell zubereitet sind aber ein Brot bedarf in der Regel doch noch etwas mehr Aufmerksamkeit. Sobald man ein Rezept aber ein paar Mal erfolgreich umgesetzt hat, fragt man sich warum man sich anfangs so schwer getan hat. Zumindest mir geht das so.

Bei dem nachfolgenden Rezept handelt es sich um eine abgewandelte Form eines französischen Steinmühlenbrot, das ich aus verschiedenen Rezepten im Internet „zusammengebaut“ habe, bis ich damit zufrieden war. Normalerweise wird dieses Rezept mit Weizenmehl T80 (französisches Mehl) hergestellt. Wer das zur Hand hat, kann dies gerne anstatt meiner vorgeschlagenen Mischung verwenden. Meine Alternative besteht aus Weizenvollkornmehl und 1050er Weizenmehl, im Verhältnis 50:50.

Bitte beachtet das Ihr für dieses Rezept mindestens zwei Tage Vorbereitung (Vorteig, etc.) einplanen müsst, bevor der Hauptteig in den Ofen kommt. Wenn ihr also mal eben schnell ein Brot braucht, ist das Rezept eher ungeeignet.

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